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Claus Pagendarm

Als Sohn des Ludecke Busse genannt Pagendarm (siehe unter Ludolf (`Lüdeke') Busse genannt. Pagendarm ) wird er 1497 in der Urkunde zum Verkauf des Gutes Boesfeld genannt. Die Nennung hinter Konrad deutet wohl darauf hin, daß er, wie auch die ebenfalls genannte Gertrud jünger als Konrad waren. Vielleicht läßt sich hierdurch erklären, daß er, bzw. sein vermutlicher Sohn Ilges ( Aegidius), die handwerkliche Linie der Pagendarms begründeten. Von Claes gibt es Nachrichten. 1484 1 -1517, 1517 verkauft er eine Rente aus seinem Haus im Langenbrückenpfortenhof neben Hermann Tasches Haus, [vor 1528],

Ehe: Aleke 2 NN, genannt 1517.

Kinder(?):

1) Aegidius (Ilges) Pagendarm, Büchsenschmied tritt bereits 1501 als Zeuge auf, er muß also etwa vor 1480 geboren sein. Er wird 1528 im Viehschatzregister genannt 3 . Er wohnt 1528-49 im Rinderpfortenhof. 1534 beliefert er den Fürstbischof Franz von Waldeck bei der Belagerung Münsters mit Gewehren, sogenannten "doppelten haken" 4 . In seinem Haus schrieb 1530 der Lippstädter Geistliche Antonius Kölner das Wiedenbrücker Kalandsbuch neu 5 . Aus diesem Haus sollen sich Konsolen mit Soldatenbildern erhalten haben, die später in einen Neubau in der Lange Straße 79 verbaut wurden 6 . Seine Frau hieß Katharina 7 . Noch 1549 wird er lebend genannt. Nach Loefke ist keine Quelle bekannt, die Ilges' Eltern angibt. Die Zuordnung erfolgte hier nur Vermutungsweise, da Aegidius vom Berufsbild nicht so gut zu den anderen Pagendarms paßt. Seine Nachkommen wurden als "Schmiede" vermerkt 8 . Angaben über seine Nachkommen fehlen bisher. Einer seiner Erben ist Berndt von Norden 9 . Ilges taucht auch in einer Urkunde von 1501 über den Verkauf eines Gartens auf 10

2) (?)Elsa Pagendarm, genannt 1549, oo Paul Vunnegut, genannt 1549 im Langenbrückenpfortenhof 11 . Sie zahlte wohl als Erbnachfolger die 1517 verkaufte Rente 12 , (er oo II [um 1561] NN Handing, bürgert in Wiedenbrück 1561 ein).


1. nach Flaskamp , Franz Xaver, Hennekenhaus und Bosfeld, Ein Beitrag zur westfälischen Hofes- und Familiengeschichte, 69. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, Bielefeld, 1974, S.12, Dep. Stadt Wiedenbrück, Urk.85 von 5.Aug.1484 als Zeuge auch Nr. 160 vom 11.10.1484 nach Schmidt-Czaia , Bettina, Das Kollegiatstift St. Aegidii et Caroli Magni zu Wiedenbrück: (1250 - 1650), Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück, 1994. (Osnabrücker Geschichtsquellen und Forschungen; 33) Zugl.: Münster, Univ., Diss., 1992.Anm.1097

2. Schmidt-Czaia , Bettina, Das Kollegiatstift St. Aegidii et Caroli Magni zu Wiedenbrück: (1250 - 1650), Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück, 1994. (Osnabrücker Geschichtsquellen und Forschungen; 33) Zugl.: Münster, Univ., Diss., 1992.Anm. 1333

3. Hansmerten, Hans, Viehschatzregister des Amtes Wiedenbrück (Reckenberg) vom Jahre 1528, Beträge zur westfälischen familienforschung, Bd. VIII 1949 Heft 2/3 S.33-49 Er wohnt auf der oberen Langen Straße, dort im Rinderpfortenhof 3 Kühe/Ochsen, 2 Rinder, 3 Schweine, 1 Pferd, 6 Gulden 11 pfennig, damit höher besteuert als sein Bruder Konrad. Handwerk hatte schon damals goldenen Boden.

4. nach Flaskamp , Franz Xaver, Hennekenhaus und Bosfeld, Ein Beitrag zur westfälischen Hofes- und Familiengeschichte, 69. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, Bielefeld, 1974 in Ernst Müller, Die Abrechnung des Johannes Hageboke, Münster 1937, S. 24

5. Flaskamp , Franz Xaver , D ie Kalandsbruderschaft zu Wiedenbrück I, S.18f.

6. Flaskamp , Franz Xaver, Hennekenhaus und Bosfeld, Ein Beitrag zur westfälischen Hofes- und Familiengeschichte, 69. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, Bielefeld, 1974

7. Flaskamp , Franz Xaver [Hrsg.], Die Bürgerlisten der Stadt Wiedenbrück / Franz Xaver Flaskamp [Hrsg.], T 1: Stadtbuch 1480 bis 1541. Bürgerbuch 1549 bis 1730; Rheda, 1938, (Quellen und Forschungen zur Natur und Geschichte des Kreises Wiedenbrück;37) S.16

8. Flaskamp ,Franz Xaver, Hennekenhaus und Bosfeld, Ein Beitrag zur westfälischen Hofes- und Familiengeschichte, 69. Jahresbericht des Historischen Veriens für die Grafschaft Ravensberg, Bielefeld, 1974, S.9

9. persönliche Mitteilungen Christian Loefke, nach dem Morgenkornregister, auch Kopfschatzung 1535 Nr 67 im Rinderpfortenhof 6 Schilling

10. StA Osn. Dep 54a Nr92

11. persönliche Mitteilungen Christian Loefke, Kopfschatzung 1535, Nr.34 Neben ihm wohnt Otto Tasche wohl der Sohn des 1517 beim Rentenverkauf genannten Hermann Tasche

12. StAM, Stift Wiedenbrück Urk 212 Rückaufschrift. Das haus geht 1573 durch Verkauf an Henrich Suthaus, der sich verpflichtet eine Rente zu zahlen (StAM, Msc. VII 3504a S.218f) Sein Schwiegersohn Otto Dotte wird sein Nachfolger.