Jedenfalls verfügten die Busse/Pagendarm gleich über beträchtliche Geldmittel, die es ihnen erlaubten umfangreichen Grundbesitz zu erwerben. Dazu gehörten das bereits erwähnte Gut Hennekenhaus1 mit den dazugehörigen Höfen, die Mühle außerhalb Wiedenbrück Richtung Rheda2, ein Hof in Frentrup und der sogenannte Lippesche Kamp3.
1. Das Gut lag etwa 3km westlich von Rheda. In der Karte von Johann Westenberg von 1766 ist Bösveldt als Pagus=Dorf vermerkt.
2. König, Joseph, Das Fürstbischöflich-Osnabrückische Amt Reckenberg, in seiner territorialen Entwicklung und inneren Gestaltung, Dissertation, Münster, 1939, nach Osn.Gesch.Quellen V S.159 1442 Belehnung des Cord Busse mit dem Zehnten der Mühle zwischen Wiedenbrück und Rheda. Über die genaue Lage läßt sich bisher nichts feststellen. Vermutlich jedoch unmittelbar beim Abfluß der Ems aus dem Stadtgraben, da die daran anschließenden Ems-Auen sich wohl kaum für eine Mühlenanlage geeignet hätten.
3. König, Joseph, Das Fürstbischöflich-Osnabrückische Amt Reckenberg, in seiner territorialen Entwicklung und inneren Gestaltung, Dissertation, Münster, 1939, S.218 f. Es handelt sich um das sogenannte Frentruper Lehen.1441 Belehnung des Godehard Golepe und des Cord Busse (*Urk. der Stadt Wiedenbrück Nr.44), 1442 Belehnung des Cord Busse (Osn.Gesch. Quellen V S.159). Cord Busse tritt als Bürgermeister von Rheda auf. Die Lippeschen Kämpe waren an dem Weg nach Lippentrup gelegen. Die Lage ergibt sich aus der Rheinhold'schen Karte von 1766. Ein Gebiet von etwa 1 Quadratkilometer Größe.



