Cordt Busse genannt Pagendarm

Vermutlich ist er der Sohn des Ludolf Busse (siehe unter Ludolf Busse ). 1423 erwirbt er das Obereigentum am Hennekenhaus bei Rheda von Johann v.Juden1.1428 wird er in einer Osnabrücker Urkunde genannt2. 1440 gräflicher Bürgermeister zu Rheda3. 1442 besitzt er den Zehnten von der Mühle zwischen Rheda und Wiedenbrück, einen Hof zu `Vrenckendorpe' [=Frentrup, Flur außerhalb der Stadtmauer] und den Lippeschen Kamp zwischen der Stadt und der Landwehr4. Er muß um 1390/1400 geboren worden, da er 1423 als selbständig Handelnder auftritt. Seine Kinder müssen demnach ab ca.1420 geboren sein. Der Name seiner Frau ist nicht bekannt, jedoch wird sie vermutlich aus der Familie Pagendarm stammen, deren Ursprung in Lippstadt zu suchen ist.

Kinder:

1) Ludolf oder Lüdecke, *um 1425 + nach 1506 (siehe unter Ludolf (`Lüdeke') Busse genannt. Pagendarm )

2) Johann erwähnt als Onkel von Konrad dem Sohn des Lüdecke 5


1. Flaskamp , Franz Xaver, Hennekenhaus und Bosfeld, Ein Beitrag zur westfälischen Hofes- und Familiengeschichte, 69. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, Bielefeld, 1974, nach StA Münster Dep Stadt Rheda, Urk. Nr.2, 2. Oktober 1423. Dort wird er Corde Pagendarme genannt, der das Henneken-Hus to Boysfelde von Johan de Yode kauft.

2. StA Osnabrück Abschnitt 11 Nr. 14 Bl 363 f. Sonnabend nach Epiphanis nach persönlicher Mitteilung von Christian Loefke

3. nach Flaskamp , Franz Xaver, Hennekenhaus und Bosfeld, Ein Beitrag zur westfälischen Hofes- und Familiengeschichte, 69. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, Bielefeld, 1974, SD.10, in: Wiedenbrücker Urk. Nr. 43, 4. Okt. 1440

4. Rothert , Hermann, Die mittelalterlichen Lehnbücher der Bischöfe von Osnabrück, Osnabrück 1932. - 40 (Osnabrücker Geschichtsquellen; 5), S.159 [unter Bischof Heinrich 0von Moers (1442-1450)] am 22.Apr. 1442: ,Cord Busse hevet entf. den tegenden over dat Molenhues bel. tuschen Rede und Widenbrugge, item de hove to Vrenckentorppe und dat land geheiten de Lippesche kamp tuschen der stad unde landwar gelegen. Nach Flaskamp , Franz Xaver, Hennekenhaus und Bosfeld, Ein Beitrag zur westfälischen Hofes- und Familiengeschichte, 69. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, Bielefeld, 1974, S.10 auch Wiedenbrücker Urk. Nr.43 und 44. Nach König, Joseph, Das Fürstbischöflich-Osnabrückische Amt Reckenberg, in seiner territorialen Entwicklung und inneren Gestaltung, Dissertation, Münster, 1939, S.219 u. S.228

5. Forschung F.W.Euler (1958) freundlich mitgeteilt von Frau Janke, Hamburg.